Gertrude Cepl-Kaufmann, Gerd Krumeich, Ulla Sommers
Krieg und Utopie
Kunst, Literatur und Politik im Rheinland nach dem Ersten Weltkrieg
lieferbar, erschienen am 19.06.06
406 Seiten, Hardcover, 24,90 €
ISBN: 978-3-89861-619-5

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Im Rheinland entfaltete sich unmittelbar in der Zeit zwischen Kriegsende und den frühen Zwanziger Jahren ein herausragendes künstlerisches Leben. Für viele Künstler symbolisierte die Geschichts- und Kultur-Landschaft den erwarteten herbeigesehnten Beginn eines neuen Zeitalters. Die Fokussierung auf die reiche und lebhafte kulturelle rheinische Szene, zu der sich Künstler wie Otto Dix, Gert Wollheim oder Otto Freundlich gesellten, läßt sich so nicht nur als exemplarischer Blick auf die Kriegsthematik verstehen, sondern erinnert an die Impulse, die in künstlerischer Hinsicht in der Zeit nach dem Ersten Weltkrieg vom Rheinland ausgingen. Der vorliegende Band fragt, begleitend zur Ausstellung, wie Intellektuelle, Künstler und Schriftsteller des Rheinlands die Erfahrung des Krieges verarbeitet, thematisch umgesetzt, und welche Neuansätze sie unter dem Eindruck des Krieges gesucht haben. Gezeigt werden vor allem die herausragenden bildkünstlerischen Arbeiten aus dem Umfeld der Düsseldorfer und Kölner Malerszene. Ausgewählte Beispiele aus Literatur, Photographie und weiterer künstlerischer Aktivitäten zeigen die Dominanz des Themas, aber auch die Vielfalt der künstlerischen Lösungen, die in dieser Zeit gesucht wurden.

Über den Autor:

Gertrude Cepl-Kaufmann, geboren 1942 in Grevenbroich, hat Germanistik, Geschichte, Pädagogik und Volkskunde an der Universität Bonn studiert und war danach an der Universität Düsseldorf als Akademische Rätin/Oberrätin tätig. Dort wurde sie 1972 promoviert und 1997 habilitiert. Seit 2002 ist sie ebenda apl. Professorin. Schwerpunkte ihrer Forschung sind die Literatur vom Naturalismus bis zur Gegenwart, Probleme der Literatursoziologie sowie Aspekte regionalhistorischer, interdisziplinärer und komparatistischer Kulturwissenschaft.

Gerd Krumeich, geboren 1945 in Düsseldorf, hat Geschichte und Romanistik in Düsseldorf, Göttingen, Innsbruck, Paris und Köln studiert. Nach seiner Promotion 1975 war er als Assistent von Wolfgang J. Mommsen an der Universität Düsseldorf tätig. 1989 habilitierte er sich, ein Jahr darauf wurde er auf eine Professur an der Universität Freiburg im Breisgau berufen. 1997 wechselte er als Nachfolger Mommsens auf dessen Lehrstuhl in Düsseldorf. Dort wurde er 2010 emeritiert. Zu Krumeichs Schwerpunkten in der Forschung zählen der Erste Weltkrieg in vergleichender Perspektive, außerdem die Geschichte Frankreichs sowie die Militärgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts.



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