Thomas Urban (Hrsg.)
Zwangsarbeit im Tagebau
Der Einsatz von Kriegsgefangenen und ausländichen Zivilarbeitern im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau 1939 bis 1945
Veröffentlichungen des Instituts für soziale Bewegungen. Schriftenreihe C: Arbeitseinsatz und Zwangsarbeit im Bergbau, Band 4
lieferbar, erschienen am 04.08.06
390 Seiten, Hardcover, 34,90 €
ISBN: 978-3-89861-587-7

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Die in Mitteldeutschland geförderte Braunkohle war als Rohstoff zur Herstellung künstlicher Treibstoffe für Flugzeuge und Panzer unverzichtbar für die nationalsozialistische Kriegswirtschaft. Nachdem zahlreiche Arbeiter zur Wehrmacht einberufen worden waren, griffen die Tagebaubetriebe sehr frühzeitig und in großem Umfang auf Zwangsarbeiter zurück, um den steigenden Braunkohlenbedarf zu befriedigen. Neben zivilen Zwangsarbeitern musste eine auffallend große Anzahl von Kriegsgefangenen aus Polen, Frankreich, Belgien, Jugoslawien, der Sowjetunion, Italien, Großbritannien und den USA körperliche Schwerstarbeit auf den Gruben beidseits der Elbe verrichten. In dem vorliegenden Buch wird erstmals untersucht, unter welchen rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen die im Braunkohlenbergbau angelegten Arbeitskräfte lebten und arbeiteten und wie die Grubenleitungen und Bergbehörden mit ihnen umgingen. Die Untersuchung leistet damit sowohl einen Beitrag zur Sozialgeschichte des deutschen Braunkohlenbergbaus in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch zur regionalen Erforschung der Zwangsarbeit im "Dritten Reich".


Diesen Titel finden Sie im Bereich Wissenschaft - Sozialgeschichte
Diesen Titel finden Sie im Bereich Wissenschaft - Institut für soziale Bewegungen: Arbeitseinsatz und Zwangsarbeit im Bergbau während der Weltkriege