Stefan Goch
Eine Region im Kampf mit dem Strukturwandel
Bewältigung von Strukturwandel und Strukturpolitik im Ruhrgebiet
Schriftenreihe des Instituts für Stadtgeschichte, Beiträge, Band 10
lieferbar, erschienen am 01.01.01
804 Seiten, Broschur, 45,00 €
ISBN: 978-3-88474-953-1

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„Das Ruhrgebiet – Ein starkes Stück Deutschland“ hieß der Slogan einer Imagekampagne für das Ruhrgebiet, während man auf der anderen Seite seit 40 Jahren immer wieder von neuen Krisen dieser Region hört und sieht. Trotz der schwarzen Fahnen an der Ruhr und sich wiederholenden Protestaktionen vollzieht sich (immer noch) „tief im Westen“, „wo die Sonne verstaubt“ (Herbert Grönemeyer), relativ friedlich ein einschneidender Strukturwandel. Im ehemaligen „Wilden Westen“ Preußens und Deutschlands ist eine der dichtesten Hochschullandschaften entstanden, wo früher nur wenige Gymnasien zu finden waren. An die Stelle von Zechen und Stahlwerken sind die verspiegelten Fassaden von High-Tech-Betrieben, Technologiezentren oder die Projekte verschiedener strukturpolitischer Bemühungen, zuletzt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Emscher Park, getreten. Da besteht eine außerordentlich breite Kulturszene mit Dutzenden von Theatern, Museen und anderen Kultureinrichtungen. Die Malocher haben sich aus der Region weitgehend verabschiedet. Das Bild vom Ruhrgebiet ist widersprüchlich genug, um zu fragen, wer oder was denn hinter diesem Wandel steckt, wie man in der Region mit dem tiefgreifenden ökonomischen, sozialen, politischen und kulturellen Strukturwandel fertig wird und wohin sich diese als altindustriell bezeichnete Region entwickelt. Das Ruhrgebiet gilt als Testfall dafür, wie in einer Region Strukturwandel bewältigt wird. Der Strukturwandelprozess selbst, die Versuche, ihn mittels gezielter Strukturpolitik zu steuern, die Folgen für die Region und die Fähigkeit der regionalen Akteure, den Strukturwandel zu bewältigen, sind Gegenstand dieser Untersuchung.


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